Presseberichte

Eine chronologische Sammlung von Presseberichten rund um unser Bürgerbegehren, den Stadtratsbeschluss und den Katholikentag.

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Erfurter begehren gegen Zahlung für Katholikentag auf
Thüringer Allgemeine vom 22.09.2018
Umfangreiches Interview mit unserem Sprecher Robert Scholz

Kommt ein Bürgerentscheid?
Domradio.de vom 12.09.2018

Initiative gegen Förderung von Katholikentag in Erfurt 
katholisch.de vom 12.09.2018

600.000 Euro von Erfurt für den Katholikentag 2024? Ein Bürgerbegehren versucht das zu verhindern.
Unser Sprecher Robert Scholz war bei Radio F.R.E.I. im Studio zu Gast (11.09.2018).

Bürgerinitiative in Erfurt gegen Förderung des Katholikentags 2024
hpd vom 06.09.2018 Zitate

»Die beiden christlichen Kirchen erhalten in Thüringen jedes Jahr sogenannte „Staatsleistungen“ in Höhe von rund 24,6 Millionen Euro pauschal zur freien Verwendung – und es wird immer mehr, obwohl die Zahl der Kirchenmitglieder zurückgeht.

Scholz: Es kann nicht sein, dass Thüringen schon jetzt mehr Geld an die Kirchen als das Bundesland Nordrhein-Westfalen zahlt und nun auch noch der Katholikentag mit Millionen von Stadt, Land und Bund gefördert werden soll. NRW zahlt ’nur‘ 22,5 Millionen Euro, obwohl es achtmal mehr Einwohner hat und gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist NRW sogar zehnmal stärker als unser Bundesland. Betrachtet man die Staatsleistungen pro Kopf der Bevölkerung liegt Thüringen auf dem dritten Platz – noch vor Bayern und Baden-Württemberg!“« 

Initiative kritisiert geplante Ausgaben für Katholikentag in Erfurt 
Thüringer Allgemeine vom 06.09.2018

Initiative: Keine Steuergelder für Katholikentag in Erfurt 
insuedthueringen.de vom 06.09.2018

Erfurter Stadtrat stimmt für Katholikentag 2024
katholisch.de vom 05.09.2018 Zitate

Mit der Entscheidung folgte der Stadtrat bei vier Gegenstimmen und sieben Enthaltungen einem Kompromissvorschlag des städtischen Kulturausschusses. […]

Vor der Abstimmung am Mittwochabend hatte Bausewein noch einmal um breite Zustimmung für den Katholikentag geworben. Es sei normal, dass sich eine Stadt an einer solchen Großveranstaltung finanziell beteilige. An fünf Tagen mit zehntausenden Teilnehmern könne Erfurt sich als „tolerante und weltoffene Stadt darstellen“. […]

Sollte Erfurt den Zuschlag erhalten, wäre die thüringische Landeshauptstadt 2024 erstmals Gastgeberin der seit 1848 regelmäßig ausgerichteten Katholikentage. Die Veranstaltung in sechs Jahren soll voraussichtlich vom 29. Mai bis zum 2. Juni und damit über das Hochfest Fronleichnam stattfinden.

Erfurts Bischof Ulrich Neymeyr zeigte sich in einer Stellungnahme unmittelbar nach der Abstimmung am Mittwochabend „erfreut und auch erleichtert“ über die Unterstützung des Stadtrats für den Katholikentag. Die Vorbereitung dieser Entscheidung sei in den vergangenen Monaten „in einer sehr wohlwollenden Atmosphäre und mit großer Offenheit erfolgt„. Zugleich betonte der Bischof, dass der ursprünglich vom ZdK erbetene Zuschuss für den Katholikentag von jeweils 1,2 Millionen Euro durch die Stadt und das Bistum zu hoch gewesen sei. „Wir sind froh, dass wir nun mit einem abgestimmten Angebot auf das ZdK zugehen können“, sagte Neymeyr.

Katholikentage seien nicht nur geistliche Ereignisse für die Katholiken selbst.Die überwiegende Zahl ihrer Veranstaltungen hat eine starke gesellschaftspolitische Ausrichtung. Breit geführte Debatten über die drängenden Fragen unserer Zeit brauchen wir dringender denn je“, so der Bischof.« 

Zuschuss für Katholikentag umstritten
Thüringer Allgemeine vom 05.09.2018 Zitate

Mit großer Mehrheit“ sei die SPD dafür, sagt deren Fraktions-Chef Frank Warnecke. Er erinnert an die Unterstützung vergangener religiöser Großveranstaltungen und betont den touristischen Wert. „Die Besucher werden wiederkommen und zu Hause von ihrem Besuch berichten“, sagt Warnecke.

Ähnlich sieht es die CDU. Fraktionschef Michael Panse geht von einem „erheblichen Imagegewinn für Erfurt“ aus. […]

Ähnlich divers halten es die Grünen. Nur über die „prinzipielle Zustimmung“ sei sich die Fraktion einig, meint Fraktions-Chef Alexander Thumfart. Die 600.000 Euro erschienen der Mehrheit der Fraktion aber als zu viel. 300 .000 Euro könnten das Limit sein, bei dem die Grünen auch in zählbaren Mengen zustimmen würden.

Bei einer rein moralischen Unterstützung will es die Bunte Fraktion bewenden lassen. „Von uns wird es keinen Euro geben, so lange die Kleinkultur nicht besser unterstützt wird“, meint Christian Poloczek-Becher (FDP). Die Kirche habe genug Geld, und die Stadt genug Verpflichtungen.

Um eine „gute Entscheidung“ bittet der Katholikenrat im Bistum Erfurt. Der Katholikentag sei mit religiösen Ein-Tages-Veranstaltungen nicht zu vergleichen. „Es kommt viel Geld zurück in die Stadt“, schreibt der Katholikenrats-Chef Thomas Kretschmer in einem offenen Brief an die Fraktionen und verweist auf die fünftägige Dauer.« 

„Die Kirche ist nicht förderwürdig. Die Kirche könnte es selber bezahlen.“ | Interview zur geplanten Erfurter Bewerbung zum Katholikentag 2024 
Maximilian Steinhaus, der Pressesprecher der Kunstaktion „11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!“, im Interview mit Radio F.R.E.I. (19.06.2018).

Die Diskussion über den Katholikentag ist eröffnet
Thüringer Allgemeine vom 16.05.2018 Zitate

»„Für einen von der Kirche ausgerichteten Tag sollte es keine Steuergelder geben“, meint Bunte-Fraktions-Chef Daniel Stassny (Freie Wähler). Die finanzielle Lage der Stadt sei für das Jahr 2024 gar nicht abschätzbar.

Die für den heutigen Stadtrat geplante, nun aber verworfene Abstimmung lockte gestern auch die religionskritische Giordano-Bruno-Stiftung nach Erfurt. Mit einem Papp-Moses und seinem „elften Gebot – Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen“ wollten Maximilian Steinhaus und David Farago eine Diskussion über die Finanzierung des Kirchentages anstoßen.

Staat und Kirche sind getrennt, das sollte gerade bei den Finanzen gelten“, meinte Steinhaus, ein gebürtiger Erfurter aus Leipzig. Das Bistum sei reich genug, das „Sommerfest für die Katholische Kirche“, bei der die meisten Veranstaltungen katholisch geprägt und nur drei Prozent der Besucher keine Christen seien, selbst zu bezahlen.

Steinhaus bestritt einen großen Nutzen für die Stadt. In Leipzig habe der Katholikentag 2016 nur 180 000 Euro mehr Steuern in die Kassen gespült. „Gastronomie und Hotels sind die einzigen, die profitieren“, meinte Steinhaus. „Sollen die doch einen Zuschuss zahlen.“

Auch die Grünen im Erfurter Stadtrat lassen das Argument einer größeren Außenwahrnehmung nicht gelten. „Vor 20 Jahren hätten wir die Aufmerksamkeit nötig gehabt“, meint Fraktionschef Alexander Thumfart. „Jetzt haben wir steigende Übernachtungszahlen, das ICE-Kreuz und die Buga.“ Allerdings seien die Grünen sind „nicht generell“ gegen den Katholikentag. „Aber die Kosten sind uns entschieden zu hoch“, betont Thumfart. Das Land könne ja stärker in die Tasche greifen.« 

Katholikentag: Scheitert Erfurts Bewerbung am Geld?
katholisch.de vom 15.05.2018 Zitate

»“Das ZdK würde sich über einen Katholikentag 2024 in Erfurtfreuen“, sagte der Sprecher des höchsten katholischen Laiengremiums, Theodor Bolzenius, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag. Man habe über Erfurt als Austragungsort zunächst Gespräche mit dem Bistum Erfurt geführt, dann mit dem Land Thüringen und schließlich mit der Stadt Erfurt. […]

Dass de facto Leipzig mit seinen knapp vier Prozent Katholiken mehr für ein christliches Großevent beisteuerte als das „katholische Münster“, war mancherorts mit ungläubigem Staunen quittiert worden. […]

Stechen dürfte wohl das Argument, dass Katholikentage durch die Besucher üblicherweise mehrere Millionen Euro in die Stadtkassen spülen. […] Da Thüringen – vom Eichsfeld abgesehen – nicht gerade „katholisches Stammland“ ist, dürfte es in Erfurt kleiner ausfallen. Dennoch wäre es wohl nach dem Papstbesuch 2011 das größte katholische Event im Freistaat.« 

Erfurt verschiebt Entscheid über Bewerbung für den Katholikentag
MDR vom 15.05.2018 Zitate


»Kritisiert wurde auch Erfurts Stadtoberhaupt Andreas Bausewein (SPD). Er und die „Katholikentagsveranstalter wollen die 1,2 Millionen Euro als ‚eilbedürftig‘ schnell durchwinken, damit Diskussionen wie in Leipzig und Münster gar nicht erst entstehen.“ Die Katholikentage dort hätten gezeigt, dass sie sich für den Stadthaushalt und den Einzelhandel nicht lohnten. […]

Wie der Vorsitzende des Erfurter Kulturausschusses, Wolfgang Beese (SPD), am Dienstag sagte, habe die Verwaltung den entsprechenden Punkt von der Tagesordnung seines Gremiums genommen. Der Ausschuss hatte sich zuvor mehrheitlich gegen eine kurzfristige Befassung mit dem Thema entschieden. Danach sei es auch im Finanzausschuss nicht beraten worden, so Beese.

Den Stadträten habe vor allem die Einsicht für die „Dringlichkeit“ der Vorlage gefehlt. Das Zentralkomitee der Katholiken werde erst im November über den Ausrichtungsort im Jahr 2024 entscheiden, sagte der SPD-Politiker. Vor dem Hintergrund des in Rede stehenden städtischen Beitrags von 1,2 Millionen Euro mahnte Beese eine sachliche Debatte an, die auch Zeit benötigte. Verglichen mit den knapp 70.000 Euro, die im städtischen Haushalt in diesem Jahr für die Soziokultur bereitstünden, gehe es um eine ganze Menge Geld. Für ihn sei die in Rede stehende Summe zu groß, erklärte Beese.« 

Deutscher Katholikentag 2024 in Erfurt?
TLZ vom 12.05.2018 Zitate

»„Nach den Reformationsfeierlichkeiten mit den ‚Kirchentagen auf dem Weg‘ sind wir in der Pflicht, uns auch für einen Katholikentag in Thüringen einzusetzen“, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) […]« 

Erfurt will sich für Katholikentag 2024 bewerben 
MDR vom 12.05.2018 Zitate


»Laut Stadtrat Michael Panse (CDU) ist das gut angelegtes Geld. „Damit ist natürlich ein großer Imagegewinn für Erfurt verbunden“, so Panse. Zudem fließe über die Steuereinnahmen auch wieder Geld in die kommunale Kasse zurück. […]

Auch das Land zeigt „sich offen, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen“, so Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Vor konkreten Zusagen will die Landesregierung zunächst das Votum der Erfurter Stadträte abwarten. Ramelow sagte MDR THÜRINGEN, er persönlich halte die Bewerbung für eine große Chance um religiöse Offenheit zu zeigen und eine Chance für die Ökumene.«